"Die Notwendigkeit einer Mammutbehörde Küstenwache hat mir auch heute niemand verdeutlichen können", teilte der Bundesvorsitzende des Fachverbandes Wasser- und Schifffahrtsverwaltung e.V., Torsten Müller, anwesenden Pressevertretern im Rahmen der Veranstaltung "Sicherheit auf See" der CDU-Bundestagsabgeordneten Ingbert Liebing und Dr. Krings in Berlin mit." Die immer wieder bemühte einheitliche, straffe Führung haben wir doch heute schon. Die Führung hat eindeutig die zuständige Behörde, der die Aufgabe zugewiesen ist. Alle anderen Behörden unterstellen der führenden Stelle für diese Lage ihre Kräfte. Hier wird eine Phantomdiskussion geführt."
Foto von rechts nach links: Präsident WSD Nordwest Klaus Frerichs, PSts Enak Ferlemann, MdB Gitta Connemann und FWSV-Vorsitzender Torsten Müller
Im Rahmen der Veranstaltung "Sicherheit auf See" hatten am 23.11.2011 in Berlin zunächst die Staatssekretäre der zuständigen Bundesressorts Ihre -z.T. unterschiedlichen- Sichtweisen dargelegt. Dann hatten Vertreter verschiedener Fachdienststellen die Gelegenheit, die Herausforderungen Ihrer Arbeit zu präsentieren.
"Wir benötigen die heutige Struktur der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung mit Zuständigkeit für den Schiffsverkehr und den Wasserweg um die Sicherheit des Schiffsverkehrs auf dem derzeit hohen Niveau sicherzustellen und damit Sicherheit für Mensch und Umwelt auf See zu gewährleisten. Befürworter der Küstenwache wollen diese in der WSV gebündelten Zuständigkeiten trennen; ich halte das für falsch." führte Torsten Müller in Berlin aus. Weiter sagte er: "Wir benötigen die vorhandenen Ressourcen in den bewährten Strukturen, um die aktuellen Herausforderungen auf See zu bewältigen, statt erheblichen Personalaufwand über Jahre in einen Behördenumbau zu einer Küstenwache zu investieren."